Autor: Max Prügner, Webdesigner seit 2017
Spezialist für moderne Websites für kleine und mittelständische Unternehmen · Über 400 Websites erstellt · mehr als 300 Kunden in Betreuung

Das Google Unternehmensprofil, bis 2021 Google My Business, ist kostenlos und entscheidet darüber, wie ein lokaler Betrieb in Google Maps und im Local Pack erscheint. Die drei größten Hebel sind die richtige Hauptkategorie, ein korrekt gesetztes Einzugsgebiet und regelmäßig neue Bewertungen. Änderungen am Profil prüft Google nach eigener Angabe in der Regel innerhalb von zehn Minuten, in Einzelfällen dauert das bis zu 30 Tage.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Hauptkategorie ist die stärkste einzelne Stellschraube im Profil. Sie entscheidet mit darüber, für welche Suchanfragen Google Ihren Eintrag überhaupt in Betracht zieht.
  • Google nennt selbst drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung zwischen Ihrem Betrieb und dem Suchenden können Sie nicht beeinflussen, die anderen beiden schon.
  • Ein Einzugsgebiet darf laut Google-Hilfe höchstens 20 Gebiete umfassen, und die Grenze sollte nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt liegen.
  • Die Bestätigung ist der Punkt, an dem die meisten Profile hängenbleiben. Ein Code per Postkarte kommt laut Google meist innerhalb von 14 Tagen und läuft nach 30 Tagen ab.
  • Zwei Profile für denselben Betrieb sind häufiger, als man denkt. Google führt sie auf Antrag zusammen, dabei können Ihre Antworten auf Bewertungen verlorengehen.

Stellen Sie sich einen Friseur in einer Kleinstadt vor. Er hat drei Stühle, gute Arbeit und Stammkunden seit zwanzig Jahren. Wer in dieser Stadt nach einem Friseur sucht, tippt das bei Google ein und schaut auf die Kartenbox mit den drei Betrieben ganz oben, das sogenannte Local Pack. Und dort steht dann ein anderer.

Nicht, weil der besser schneidet. Sondern weil sein Profil vollständig ist und Google deshalb weiß, wofür der Betrieb zuständig ist.

Genau darum geht es auf dieser Seite. Sie bekommen zehn Schritte, mit denen Sie Ihr Google Unternehmensprofil so aufstellen, dass Google es einordnen kann. Dazu kommen die Stellen, an denen es in der Praxis regelmäßig klemmt. Also Dubletten, Bestätigung, Einzugsgebiet und gesperrte Profile.

Was ist ein Google Unternehmensprofil, und was ist es nicht?

Ein Google Unternehmensprofil ist ein kostenloser Eintrag bei Google, über den Ihr Betrieb in der Google-Suche und in Google Maps mit Adresse, Öffnungszeiten, Kontakt, Leistungen und Bewertungen erscheint. Bis 2021 hieß das Ganze Google My Business, im Englischen heißt es Google Business Profile. Deshalb suchen viele bis heute nach dem alten Namen. Der Eintrag heißt bei Google offiziell Unternehmensprofil, in der Praxis sagt fast jeder Brancheneintrag oder Google-Auftritt dazu.

Wichtig ist die Abgrenzung zu Ihrer Webseite. Das Profil gehört nicht Ihnen im gleichen Sinn wie Ihre Domain. Google legt Einträge zum Teil selbst an, aus öffentlichen Daten und aus Nutzerhinweisen. Ihr Betrieb kann also in Maps auftauchen, ohne dass Sie je etwas angelegt haben. Das Profil entscheidet nicht darüber, ob Sie dort erscheinen. Es entscheidet darüber, wie Sie dort erscheinen und was Sie selbst steuern können.

Google UnternehmensprofilIhre WebseiteGoogle Maps
Was es istEin Eintrag in Googles VerzeichnisIhr eigener Auftritt im NetzDie Karte, auf der der Eintrag angezeigt wird
Wem es gehörtGoogle. Sie bekommen die Verwaltung, wenn Sie die Inhaberschaft bestätigenIhnen, samt Domain und InhaltenGoogle
Was Sie beeinflussenAngaben, Kategorien, Leistungen, Produkte, Fotos, Beiträge, Antworten auf Bewertungenallesindirekt, über das Profil
Was Sie nicht beeinflussenBewertungen anderer, von Google übernommene Änderungen, die Sperrungdas Ranking bei GoogleKartenausschnitt und Umkreis des Suchenden

Übrigens hängen Profil und Webseite zusammen. Das Profil verlinkt auf Ihre Webseite, und wenn die langsam lädt oder gar nicht existiert, verlieren Sie genau dort die Leute, die Sie über die Karte gerade gewonnen haben. Wenn Sie an dieser Stelle wissen wollen, was eine Website kostet, finden Sie das in einem eigenen Beitrag.

Die zehn Schritte im Überblick

Die folgenden zehn Schritte bringen ein Profil von leer oder halbfertig auf vollständig. Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Inhaberschaft und Bestätigung stehen vorn, weil Sie ohne sie nur an wenigen Feldern etwas ändern können. Kategorie und Einzugsgebiet folgen direkt danach, weil beide bestimmen, für welche Suchanfragen Sie überhaupt in Frage kommen. Alles ab Schritt 5 ist Fleißarbeit, die sich aber sehen lässt.

Schritt 1: Inhaberschaft beanspruchen und Dubletten prüfen

Suchen Sie zuerst, ob es Ihren Betrieb schon gibt, und beanspruchen Sie den bestehenden Eintrag, statt einen neuen anzulegen. Das ist der Schritt, den die meisten überspringen, und danach hat der Betrieb zwei Profile.

Das passiert schneller, als man denkt. Der Vorgänger hat einen Eintrag angelegt, die Firma ist umgezogen, jemand hat für den Standort in einer anderen Schreibweise noch einen zweiten erstellt. Und dann verteilen sich Bewertungen und Aufrufe auf zwei Profile, von denen Sie nur eines pflegen.

Google sieht dafür eine Zusammenführung vor. Sie schlagen in Google Maps eine Änderung vor und beantragen die Zusammenführung, jede Anfrage wird geprüft. Damit das funktioniert, müssen beide Profile laut Google-Hilfe dasselbe Unternehmen darstellen und dieselben Informationen enthalten. Ein Punkt daran ist unangenehm. Bei der Zusammenführung werden auch die Rezensionen zusammengeführt, und Ihre Antworten darauf können dabei verlorengehen.

Also: erst suchen, dann beanspruchen, und zwei Profile nie nebeneinander stehen lassen.

Schritt 2: Die richtige Hauptkategorie wählen

Wählen Sie als Hauptkategorie den Begriff, unter dem ein Kunde Ihren Betrieb suchen würde, und nicht den, der Ihr Angebot am vollständigsten beschreibt. Die Hauptkategorie ist die stärkste einzelne Stellschraube im ganzen Profil.

Bei übernommenen Profilen rücken wir hier am häufigsten etwas gerade. Da steht dann „Bauunternehmen“, obwohl der Betrieb Bäder saniert. Oder „Geschäft“, weil beim Anlegen niemand die Liste durchgeschaut hat.

Zusatzkategorien dürfen Sie mehrere setzen. Nehmen Sie dort nur das auf, was Sie wirklich anbieten. Jede Kategorie, die nicht passt, macht Ihr Profil unschärfer, und Google entscheidet über die Relevanz zur Suchanfrage.

Ein Test hilft: Tippen Sie die Leistung, mit der Sie Geld verdienen, bei Google ein und schauen Sie, welche Betriebe im Local Pack stehen. Deren Kategorie steht in der Regel unter dem Namen. Wenn dort durchgehend etwas anderes steht als bei Ihnen, haben Sie Ihre Antwort.

Schritt 3: Die Bestätigung durchziehen

Bestätigen Sie das Profil so früh wie möglich, denn bis dahin können Sie nur einen Teil der Angaben bearbeiten. Google nennt in der Hilfe vier Wege: Telefon oder SMS, E-Mail, Live-Videoanruf und Post. Welche davon Ihnen angeboten werden, entscheidet Google, das können Sie sich nicht aussuchen.

Die Zahlen dazu stehen in der Google-Hilfe. Die meisten Codes für den Postweg kommen laut Google innerhalb von 14 Tagen an. Bestätigungscodes laufen nach 30 Tagen ab. Und nach der Bestätigung kann die Überprüfung bis zu fünf Arbeitstage dauern. Ein Videoanruf ist außerdem nur während der Öffnungszeiten des Standorts möglich.

Wenn die Karte nicht ankommt, warten Sie nicht wochenlang. Prüfen Sie zuerst die Adresse im Profil auf Tippfehler und darauf, ob der Firmenname am Briefkasten steht. Danach fordern Sie einen neuen Code an. Wenn Google im Verlauf Nachweise verlangt, halten Sie Unterlagen bereit, auf denen Name und Adresse genau so stehen wie im Profil.

Schritt 4: Das Einzugsgebiet richtig setzen

Tragen Sie ein Einzugsgebiet ein, wenn Sie zum Kunden fahren, und lassen Sie es weg, wenn Kunden zu Ihnen kommen. Handwerker, Pflegedienste und Beratungen stehen sich hier regelmäßig selbst im Weg.

Die Regeln stehen in der Google-Hilfe und sind konkret. Maximal 20 Einzugsgebiete sind zulässig. Die Grenzen des gesamten Gebiets sollen nicht weiter als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt liegen. Wer ohne festen Standort arbeitet, soll die Adresse aus dem Profil entfernen. Wer beides macht, also Ladengeschäft und Anfahrt, darf Adresse und Einzugsgebiet nebeneinander stehen lassen.

Und jetzt der Teil, den viele falsch verstehen. Ein großes Einzugsgebiet bringt Ihnen kein größeres Ranking. Die Entfernung zwischen Suchendem und Betrieb ist ein eigener Faktor, und den überschreiben Sie damit nicht. Wenn Sie halb Sachsen eintragen, obwohl Sie im Umkreis von 30 Kilometern arbeiten, wird Ihr Profil unschärfer und Sie bekommen Anfragen, die Sie ablehnen müssen.

Schritt 5: Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten

Name, Adresse und Telefonnummer gehören genau so ins Profil, wie sie auf Ihrer Webseite, im Impressum und in Verzeichnissen stehen. Zeichen für Zeichen. Google gleicht diese Angaben über verschiedene Quellen ab, und Abweichungen kosten Sie Vertrauen.

Beim Namen gilt: der echte Firmenname, ohne Zusatz. Also nicht „Müller Sanitär Dresden günstig“. Googles Richtlinie für die Präsentation Ihres Unternehmens verlangt, dass Sie Ihr Unternehmen so darstellen, wie Sie es auch außerhalb des Internets auf Schildern und Briefpapier tun. Ortsangaben, Slogans, Leistungen und Öffnungszeiten im Namen sind dort ausdrücklich verboten. Google schreibt dazu: Bei Nichtbeachtung kann das entsprechende Unternehmensprofil gesperrt werden.

Die Öffnungszeiten sind kein Formularfeld, das man einmal ausfüllt und dann vergisst. Tragen Sie Feiertage und Betriebsurlaub ein, sobald Sie sie kennen. Ein Kunde, der vor verschlossener Tür steht, schreibt genau darüber eine Rezension.

Kontaktdaten heißt außerdem: Telefonnummer, an die wirklich jemand geht, und der Link auf Ihre Webseite. Bei mehreren Standorten gehört an jeden Eintrag die Nummer des Standorts, nicht die Zentrale.

Schritt 6: Die Unternehmensbeschreibung schreiben

Nutzen Sie die Beschreibung, um in klaren Sätzen zu sagen, was Sie machen, für wen und in welchem Gebiet. Im Beschreibungsfeld dürfen laut Google-Hilfe maximal 750 Zeichen verwendet werden, und die ersten Zeilen sind die, die jemand ohne Klick auf „mehr“ zu sehen bekommt.

Schreiben Sie die wichtigsten Angaben also nach vorn. Leistung, Ort, Zielgruppe. Danach kommen Besonderheiten, Marken, mit denen Sie arbeiten, oder Zertifikate.

Was nicht hineingehört, sind Preise, Werbeaussagen und Links. Und Aufzählungen von Suchbegriffen sowieso nicht. Der Text soll für Menschen lesbar sein.

Eine Beschreibung wirkt nicht wie ein Schalter, den man umlegt. Sie ist ein Baustein von mehreren, aus denen Google die Relevanz Ihres Profils zu einer Suchanfrage zusammensetzt. Sie ist aber der einzige Ort im Profil, an dem Sie in eigenen Worten erklären können, was Sie von den anderen unterscheidet.

Schritt 7: Leistungen und Produkte eintragen

Legen Sie jede Leistung einzeln an, statt sie in einem Sammelposten zu verstecken. Google bietet für viele Kategorien fertige Leistungen zum Anhaken an, und darunter können Sie eigene ergänzen.

Genau diese eigenen sind der Punkt. Wenn Sie Bäder sanieren, legen Sie „Badsanierung“ an und nicht nur „Sanitärinstallation“. Zu jeder Leistung gehört eine kurze Erklärung, was dazugehört und was nicht. Das beantwortet Rückfragen, bevor jemand anruft.

Produkte sind das Gegenstück für alles, was man kaufen kann. Bei Handel und Gastronomie lohnt sich das fast immer, weil Bilder und Preise direkt im Profil erscheinen.

Nehmen Sie sich für diesen Schritt eine Stunde und arbeiten Sie Ihre Leistungsseiten auf der Webseite durch. Was dort ein eigener Abschnitt ist, ist im Profil in der Regel eine eigene Leistung. So kommen Sie zu einer vollständigen Liste, ohne etwas zu erfinden.

Schritt 8: Fotos, die von Ihnen stammen

Laden Sie eigene Fotos hoch und nutzen Sie keine gekauften Bilder aus einer Datenbank. Das Profil ist die Stelle, an der jemand entscheidet, ob er anruft, und dafür schaut er sich die Bilder an.

Was gebraucht wird, ist schnell aufgezählt. Außenansicht, damit man das Haus findet. Innenansicht, damit man weiß, was einen erwartet. Team, damit ein Gesicht dahintersteht. Und Arbeiten, am besten vorher und nachher.

Fotos vom Handy reichen völlig, wenn das Licht stimmt. Zwei Dinge helfen: bei Tageslicht fotografieren und die Kamera gerade halten.

Legen Sie sich außerdem an, neue Bilder nachzuschieben. Ein Profil, in dem seit drei Jahren dieselben vier Fotos stehen, wirkt so, wie es ist. Und Kunden laden ihrerseits Bilder hoch, die Sie nicht steuern können. Eigene, aktuelle Aufnahmen sind das Gegengewicht dazu.

Schritt 9: Fragen und Antworten selbst füllen

Stellen und beantworten Sie die häufigsten Fragen in Ihrem Profil selbst, bevor es jemand anderes tut. Der Bereich „Fragen und Antworten“ steht im Profil offen für jeden, und beantworten darf dort auch jeder.

Hier liegt das größte Ärgerpotenzial im ganzen Profil. Wenn ein Fremder eine Frage falsch beantwortet, steht diese Antwort trotzdem sichtbar in Ihrem Profil.

Setzen Sie deshalb fünf bis zehn Fragen selbst hinein und beantworten Sie sie. Nehmen Sie die Fragen, die bei Ihnen wirklich am Telefon ankommen. Also Parkplätze, Anfahrtskosten, Notdienst, Zahlungsarten, Barrierefreiheit, Wartezeit bis zum Termin.

Und schauen Sie regelmäßig hinein. Neue Fragen werden nicht immer gemeldet.

Schritt 10: Google-Beiträge regelmäßig veröffentlichen

Beiträge im Profil lohnen sich, aber nur, wenn Sie sie durchhalten.

Was sich anbietet, ist alles, was ohnehin passiert. Ein abgeschlossenes Projekt, eine neue Leistung, geänderte Öffnungszeiten über die Feiertage, eine offene Stelle.

Halten Sie es kurz und stellen Sie ein Bild dazu. Ein Beitrag alle zwei Wochen ist besser als fünf in einer Woche und danach ein halbes Jahr Stille.

Ehrlich gesagt ist das der Schritt, der bei den meisten Betrieben als Erstes einschläft. Beiträge sind das einzige Stück Marketing an diesem Profil, alles andere ist Pflege. Wenn Sie merken, dass Sie es nicht schaffen, ist das kein Drama. Dann setzen Sie lieber alle vier Wochen einen Beitrag, der etwas taugt.

Bewertungen: der Hebel, den Sie nicht selbst in der Hand haben

Bitten Sie aktiv um Bewertungen und antworten Sie auf jede einzelne, denn Google nennt Rezensionen selbst als Faktor für das lokale Ranking. In der Google-Hilfe steht dazu: Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking in lokalen Suchergebnissen ausfallen.

Der Haken daran ist, dass Sie die Bewertungen nicht schreiben. Sie können nur dafür sorgen, dass zufriedene Kunden daran denken. Und das tun sie in der Regel nicht von selbst, weil im Alltag niemand nach getaner Arbeit die Google-Maps-App aufmacht.

Was funktioniert, ist fragen. Direkt nach dem Termin, wenn die Stimmung gut ist. Am besten mit einem kurzen Link, den Sie in Ihrem Profil erzeugen und per Nachricht schicken.

Was nicht funktioniert und Ihnen richtig Ärger macht: Bewertungen kaufen oder Kunden nur dann fragen, wenn Sie vorher wissen, dass sie gut ausfallen. Google filtert so etwas, und Ihr Profil kann dabei eingeschränkt werden.

Antworten gehören zu jeder Bewertung dazu, auch zu den schlechten. Bei einer schlechten gilt: sachlich bleiben, den Punkt aufnehmen, eine Lösung anbieten, keine Diskussion im öffentlichen Text führen. Wer das liest, ist meistens nicht der Verfasser, sondern der nächste Kunde. Der schaut sich an, wie Sie mit Kritik umgehen.

Suchbegriffe im Profil: was hilft und was schadet

Bauen Sie die Begriffe, unter denen Sie gefunden werden wollen, an den Stellen ein, an denen sie sachlich hingehören, und nirgends sonst. Sinnvoll sind Beschreibung, Leistungen, Produkte, Beiträge und die Antworten auf Fragen.

Nicht sinnvoll und ausdrücklich gegen Googles Richtlinien ist der Firmenname, siehe Schritt 5. Ein Zusatz wie „Dachdecker Dresden“ hinter dem echten Namen wirkt kurzfristig manchmal, und dann meldet ein Wettbewerber das, oder Google merkt es selbst. Danach steht Ihr Profil ohne Zusatz da, und nach Googles Richtlinie kann es bei Nichtbeachtung auch gesperrt werden.

Denken Sie beim Vokabular an das, wonach Kunden tatsächlich suchen. Das ist selten der Fachbegriff. Wer eine undichte Stelle im Dach hat, sucht nicht nach „Bauwerksabdichtung“.

Und noch etwas: Suchbegriffe im Profil sind nur ein Teil der Rechnung. Alles, was außerhalb des Profils passiert, wirkt ebenfalls auf Ihre Sichtbarkeit in der lokalen Suche.

Google Maps: was Sie beeinflussen können und was nicht

Google nennt in der eigenen Hilfe drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Relevanz ist die Übereinstimmung Ihres Profils mit der Suchanfrage, Entfernung die Distanz zwischen Betrieb und Standort des Suchenden, Bekanntheit der Bekanntheitsgrad des Unternehmens.

Diese Aufteilung ist der Grund, warum zwei Betriebe mit gleich gutem Profil unterschiedlich weit oben stehen. Die Entfernung entscheidet mit, und die ändert sich mit jedem Suchenden.

Auf die Bekanntheit zahlt vieles ein, das gar nicht im Profil steht. Erwähnungen auf anderen Seiten, einheitliche Angaben in Verzeichnissen und Ihre eigene Webseite gehören dazu. Wir gehen darauf hier bewusst nicht tiefer ein, weil das ein eigenes Thema ist. Was außerhalb des Profils wirkt, steht in unserem Beitrag zu Local SEO.

Ein Satz aus der Google-Hilfe gehört an dieser Stelle dazu: Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung. Wer Ihnen einen festen Platz im Local Pack verkauft, verkauft Ihnen etwas, das er nicht liefern kann.

Das können Sie beeinflussenDas können Sie nicht beeinflussen
Hauptkategorie und ZusatzkategorienDie Entfernung zwischen Ihrem Betrieb und dem Suchenden
Vollständigkeit der Angaben. Google schreibt, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Suchergebnissen angezeigt werdenDen Kartenausschnitt, den Google dem Suchenden zeigt
Anzahl und Inhalt Ihrer Bewertungen, indem Sie aktiv darum bittenWas Kunden in ihre Bewertung schreiben
Leistungen, Produkte, Fotos, Beiträge, Fragen und AntwortenWie Google die drei Faktoren gegeneinander gewichtet
Einheitliche Angaben über Webseite, Verzeichnisse und Profil hinwegBewertungen und Profile Ihrer Wettbewerber

Das Profil verwalten: Änderungen, Zahlen, Sperrungen

Rechnen Sie damit, dass jede Änderung an einem bestätigten Profil von Google geprüft wird, bevor sie sichtbar ist. Die Google-Hilfe schreibt dazu: Die Überprüfung von Änderungen dauert in der Regel bis zu zehn Minuten, manchmal aber auch bis zu 30 Tage. Danach zeigt Google einen von drei Zuständen an: Akzeptiert, Nicht genehmigt oder Ausstehend.

Das erklärt eine Frage, die bei uns fast wöchentlich aufschlägt. Jemand ändert die Öffnungszeiten, schaut zwei Stunden später nach und sieht die alten. Meist ist das kein Fehler, sondern die Prüfung. Bei Name, Adresse und Kategorie dauert sie erfahrungsgemäß länger als bei einem neuen Foto.

Falls Sie noch gar kein Profil haben: Sie legen es über Google an, tragen Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet und Kontaktdaten ein und bestätigen die Inhaberschaft. Erst danach greifen die Schritte auf dieser Seite.

Im Profil finden Sie außerdem eine Auswertung darüber, über welche Suchanfragen Leute auf Ihren Eintrag gekommen sind, wie oft Ihre Nummer angetippt und wie oft die Route abgerufen wurde. Schauen Sie da einmal im Monat hinein. Interessant sind vor allem die Suchbegriffe. Die zeigen Ihnen, ob Google Sie so einordnet, wie Sie gedacht haben.

Und der Fall, den keiner will: das gesperrte Profil. Google schreibt, dass Unternehmensprofile, die gegen die Richtlinien verstoßen, gesperrt oder deaktiviert werden können. Dagegen legen Sie Einspruch ein. Wenn Sie das Formular für Nachweise geöffnet haben, müssen Sie es laut Google innerhalb von 60 Minuten senden. Legen Sie die Unterlagen also vorher bereit, etwa Gewerbeanmeldung, Gewerbeerlaubnis, Steuerbescheinigung oder eine Rechnung vom Strom- oder Telefonanbieter. Name und Adresse darauf müssen mit den Angaben im Profil übereinstimmen. Über die Entscheidung informiert Google per E-Mail, eine Frist dafür nennt die Hilfe nicht.

Was die Optimierung des Google Unternehmensprofils kostet

Bei uns kostet die laufende Betreuung Ihres Profils ab 20 Euro im Monat, die einmalige Einrichtung und Optimierung 200 bis 400 Euro. Wir schreiben das hin, weil in dieser Suche sonst kein Anbieter einen Preis nennt und Sie stattdessen zehnmal ein Kontaktformular finden.

LeistungPreisWas enthalten ist
Laufende Betreuung des Profilsab 20 Euro im MonatIn der Stufe für 20 Euro pflegen wir die Angaben. Also Öffnungszeiten, Feiertage, Leistungen und Kontaktdaten. Antworten auf Bewertungen und Google-Beiträge sind darin nicht enthalten.
Betreuung in den Stufen darüberbis 100 Euro im MonatZusätzlich beantworten wir Bewertungen, veröffentlichen Google-Beiträge und übernehmen die weitere laufende Pflege.
Einrichtung und Optimierungeinmalig 200 bis 400 EuroEinmalige Arbeit am Profil, von der Inhaberschaft über Kategorie und Einzugsgebiet bis zu Beschreibung, Leistungen und Fotos.
Website-Betreuung75 Euro im MonatEin eigenes Angebot für Ihre Webseite, das mit dem Profil nichts zu tun hat. Kommt nur dazu, wenn Sie es wollen.

Zwei Dinge treiben die Spanne bei der Einrichtung. Erstens, ob das Profil schon existiert oder neu angelegt und bestätigt werden muss. Zweitens, wie viel an Texten und Leistungen angepasst werden muss.

Wichtig für die Einordnung: Bewertungen führen wir oben als einen der größten Hebel. In der 20-Euro-Stufe stecken sie nicht drin, dort pflegen wir nur die Angaben. Wer die Antworten auf Bewertungen und die Beiträge abgeben will, ist in einer der Stufen darüber richtig.

Die Website-Betreuung für 75 Euro im Monat ist davon getrennt. Damit ist Ihre Webseite gemeint, nicht das Profil. Wir nennen das hier, damit Sie die Beträge nicht durcheinanderbringen, wenn Sie später ein Angebot von uns bekommen.

Häufige Fragen

Ist Google My Business sinnvoll?

Ja, für jeden Betrieb mit lokalen Kunden. Der Eintrag ist kostenlos, und er entscheidet darüber, wie Ihr Betrieb in Google Maps und in der lokalen Suche erscheint. Google legt Einträge zum Teil auch ohne Sie an. Dann steht dort etwas über Ihren Betrieb, das Sie nicht steuern. Genau deshalb lohnt sich die Inhaberschaft.

Wie lange dauert es, bis Änderungen am Profil sichtbar sind?

Google prüft Änderungen an bestätigten Profilen, bevor sie live gehen. Laut Google-Hilfe dauert diese Überprüfung in der Regel bis zu zehn Minuten, manchmal aber auch bis zu 30 Tage. Google zeigt danach einen von drei Zuständen an: Akzeptiert, Nicht genehmigt oder Ausstehend. Erfahrungsgemäß dauert es bei Name, Adresse und Kategorie länger als bei Fotos.

Wie erstelle ich ein vollständiges Unternehmensprofil auf Google?

Sie legen das Profil bei Google an, tragen Firmenname, Hauptkategorie, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer, Webseite und Öffnungszeiten ein und bestätigen die Inhaberschaft. Vollständig ist es, wenn zusätzlich Beschreibung, Leistungen, Produkte, Fotos sowie Fragen und Antworten gefüllt sind. Vor dem Anlegen sollten Sie prüfen, ob es Ihren Betrieb schon als Eintrag gibt.

Was kostet es, ein Google Unternehmensprofil optimieren zu lassen?

Bei uns kostet die laufende Betreuung ab 20 Euro im Monat, die einmalige Einrichtung und Optimierung 200 bis 400 Euro. Wie hoch der einmalige Betrag ausfällt, hängt davon ab, ob das Profil schon existiert und wie viel an Texten und Leistungen angepasst werden muss. Die Website-Betreuung für 75 Euro im Monat ist davon getrennt.

Welche Bestätigungswege gibt es, und wie lange dauert das?

Google nennt vier Wege: Telefon oder SMS, E-Mail, Live-Videoanruf und Post. Welche davon angeboten werden, entscheidet Google. Codes per Postkarte kommen laut Google meist innerhalb von 14 Tagen an und laufen nach 30 Tagen ab. Nach der Bestätigung kann die Überprüfung bis zu fünf Arbeitstage dauern.

Was mache ich, wenn es zwei Profile für meinen Betrieb gibt?

Beantragen Sie bei Google eine Zusammenführung, indem Sie in Google Maps eine Änderung vorschlagen. Beide Profile müssen dasselbe Unternehmen darstellen und dieselben Informationen enthalten. Jede Anfrage wird von Google geprüft. Beachten Sie dabei: Bei der Zusammenführung werden auch die Rezensionen zusammengeführt, und Antworten auf Rezensionen können dabei verlorengehen.

Wie wähle ich die richtige Hauptkategorie?

Nehmen Sie den Begriff, unter dem ein Kunde Ihre Hauptleistung suchen würde, nicht die Bezeichnung, die Ihr gesamtes Angebot abdeckt. Zusatzkategorien decken den Rest ab, aber nur das, was Sie wirklich anbieten. Als Test suchen Sie Ihre Hauptleistung bei Google und schauen, welche Kategorie bei den Betrieben im Local Pack steht.

Wie komme ich bei Google Maps weiter nach oben?

Google nennt in der eigenen Hilfe drei Faktoren für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Beeinflussen können Sie Relevanz und Bekanntheit, also die richtige Hauptkategorie, vollständige Angaben, eingetragene Leistungen und Ihre Bewertungen. Die Entfernung zum Suchenden ändert sich mit jeder Suche und bleibt außen vor. Kaufen können Sie sich den Platz nicht, dazu schreibt Google: Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.

Nächster Schritt

Die zehn Schritte oben können Sie selbst gehen. Rechnen Sie mit einem halben Tag für die Einrichtung und danach mit einer halben Stunde im Monat für Beiträge, Fragen und Bewertungen.

Wenn Ihnen diese halbe Stunde fehlt oder das Profil hängt, weil die Bestätigung nicht durchgeht oder zwei Einträge nebeneinander stehen, können Sie Ihr Google My Business optimieren lassen. Wir richten das Profil einmalig für 200 bis 400 Euro ein und betreuen es danach ab 20 Euro im Monat. Schreiben Sie uns dazu einfach an.

Quellen: Unternehmen bei Google bestätigen · Änderungen am Unternehmensprofil · Einzugsgebiete verwalten · Unternehmensprofil bearbeiten · Lokales Ranking bei Google verbessern · Doppelte Unternehmensprofile zusammenführen · Gesperrte oder deaktivierte Profile · Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens. Angaben geprüft am 9. September 2026.