Autor: Max Prügner, Webdesigner seit 2017
Spezialist für moderne Websites für kleine und mittelständische Unternehmen · Über 400 Websites erstellt · mehr als 300 Kunden in Betreuung

Ein Website-Baukasten wie Wix, Jimdo oder IONOS reicht für eine Visitenkarten-Website ohne Anspruch auf Google-Sichtbarkeit. IONOS und Jimdo kosten regulär 18 Euro im Monat, Wix 26,18 Euro. Ein Webdesigner lohnt sich, sobald die Website Anfragen bringen soll, eigenständig aussehen muss oder rechtlich belastbar sein muss. Übliche Stundensätze liegen bei 75 bis 150 Euro. Die eigentliche Frage ist nicht Ihr Budget. Sie lautet: Wollen Sie die Seite selbst pflegen, und werden Sie es wirklich tun?

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein Baukasten reicht für wenige Unterseiten, die Sie selbst pflegen wollen.
  • Ein Webdesigner lohnt sich, sobald über die Seite Anfragen kommen sollen.
  • Die Baukästen unterscheiden sich stärker voneinander als vom Profi-Weg.
  • Ein Wechsel vom Baukasten ist kein Umzug, sondern ein Neubau.
  • Einen guten Webdesigner erkennen Sie an den Fragen, die er im Erstgespräch stellt.

Die kurze Antwort: Baukasten oder Webdesigner?

Wenn Sie nur eine Antwort mitnehmen, dann diese drei Zeilen.

Der Baukasten reicht, wenn die Seite aus wenigen Unterseiten besteht, Sie sie selbst pflegen wollen und Google keine große Rolle spielt. Ein Portfolio zum Beispiel, oder die Seite eines Vereins.

Der Webdesigner lohnt sich, wenn über die Seite Anfragen kommen sollen, Ihr Auftritt nicht wie tausend andere aussehen darf oder Sie mit Impressum, Datenschutz und Barrierefreiheit auf der sicheren Seite sein müssen.

Ein Grenzfall sind Sie, wenn Sie zwar selbst bauen könnten, aber wissen, dass Sie nach drei Wochen keine Lust mehr haben. Diesen Fall sehe ich am häufigsten.

Für wen ein Website-Baukasten wirklich reicht

Er reicht für mehr Leute, als Sie von einem Webdesigner erwarten würden. Das ist keine Bescheidenheit, sondern Erfahrung.

Ich verdiene nichts daran, wenn Sie sich einen Wix-Account anlegen. Deswegen kann ich es offen sagen: Es gibt Projekte, bei denen ich abrate, mich zu beauftragen. Die meisten Vergleichsseiten zu diesem Thema können das nicht. Sie leben entweder von Provisionen der Baukasten-Anbieter oder von bezahlten Agentureinträgen. Beide Seiten haben ein Interesse an genau einer Antwort.

Ein Baukasten passt gut, wenn eines davon auf Sie zutrifft.

Sie brauchen eine einzelne Seite mit Kontaktdaten, damit Leute Sie finden, die Ihren Namen schon kennen. Sie zeigen ein Portfolio, und die Bilder sind der Inhalt. Sie führen einen Verein, das Budget kommt aus Beiträgen und jemand im Vorstand pflegt die Seite nebenher. Oder Sie testen eine Geschäftsidee und wollen in zwei Wochen wissen, ob überhaupt jemand anfragt.

Dazu kommt ein Argument, das oft untergeht: Tempo. Mit einem Baukasten stehen Sie an einem Wochenende online. Bei einem Webdesigner dauert ein normales Website-Projekt sechs bis zwölf Wochen, und das liegt selten an der Technik. Bei Hostinger können Sie ohne Zahlungsdaten anfangen, bei STRATO sieben Tage kostenlos testen.

Wenn Sie also gerade denken „das kriege ich selbst hin": Vermutlich stimmt das. Lesen Sie trotzdem den nächsten Abschnitt, bevor Sie sich festlegen.

Wo Baukästen an die Grenze stoßen

Die Grenzen liegen an anderen Stellen, als die meisten vermuten. Baukästen sind heute technisch ordentlich. Was sie einschränkt, merken Sie erst nach ein paar Monaten.

PunktWas der Baukasten machtKonkret
Designfeste Raster statt freier PlatzierungGoDaddy bietet im Baukasten-Test 2026 von Für-Gründer kein freies Drag-and-Drop, Inhalte lassen sich nur in vorgefertigte Abschnitte einfügen. Bei Wix geht deutlich mehr, dafür gilt der Editor dort als überfordernd für Einsteiger.
Funktionennur, was im Katalog des Anbieters stehtBuchungssystem, Mitgliederbereich oder Schnittstelle zu Ihrer Warenwirtschaft gibt es, oder es gibt sie eben nicht. Nachbauen können Sie nichts.
Googlestark schwankend je AnbieterIn der Kategorie SEO erreichen IONOS, Wix und Squarespace im selben Test 100 Prozent, Jimdo und world4you kommen auf 63 Prozent. Der Abstand innerhalb des Testfeldes ist größer als der zwischen Baukasten und WordPress.
Ladezeitkaum beeinflussbarSie können weder das Hosting wechseln noch Skripte entfernen. Was der Anbieter ausliefert, wird ausgeliefert.
Rechtje nach Anbieter mit oder ohne HilfeFür-Gründer stellt im eigenen Test fest, dass nicht alle Baukästen Funktionen für rechtssichere Impressen und Datenschutzerklärungen bieten. Die Verantwortung bleibt in jedem Fall bei Ihnen. Ob zusätzlich das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greift, hängt nicht von der Firmengröße allein ab, sondern davon, ob Sie Verbrauchern online eine Dienstleistung anbieten.
WechselDesign bleibt beim AnbieterEin Wechsel ist möglich und in der Praxis unkompliziert. Er läuft nur anders ab, als die meisten denken. Dazu unten mehr.

Was der Baukasten bei Google kann und was nicht

Er kann mehr, als viele Webdesigner behaupten. Meta-Titel und Beschreibung lassen sich bei allen gängigen Anbietern setzen. URLs sind anpassbar. Die Google Search Console und Analytics können Sie einbinden.

Was Sie nicht in der Hand haben, ist die Technik darunter. Google misst seit Jahren drei Werte für die Nutzererfahrung. Der Largest Contentful Paint soll unter 2,5 Sekunden liegen, die Interaction to Next Paint unter 200 Millisekunden, der Cumulative Layout Shift unter 0,1 (web.dev). Diese Werte hängen an Hosting, Bildgrößen und Skripten. Genau daran kommen Sie im Baukasten nicht heran.

Bei einer Seite, die vor allem gefunden werden soll, ist das der Knackpunkt.

Was der Monatspreis über fünf Jahre bedeutet

Rechnen wir es einmal durch, ohne Wertung.

Ein mittlerer Baukasten-Tarif kostet regulär rund 15 Euro im Monat. Über fünf Jahre sind das 900 Euro. Die Startpreise von 1 Euro oder 0,99 Euro gelten je nach Anbieter für sechs oder zwölf Monate, danach greift der reguläre Preis.

Auf der anderen Seite: Ein Onepager beim Dienstleister startet bei 600 bis 1.000 Euro, eine individuell gestaltete Website mit vier bis zehn Seiten liegt bei 1.800 bis 5.500 Euro (Dr. Web, Agenturvergleich 2026). Dazu kommt Hosting ab etwa 7 Euro im Monat und die laufende Betreuung.

Was daraus folgt, müssen Sie selbst entscheiden. Mir fällt an den Zahlen vor allem auf, wie nah sie beieinander liegen, sobald man über fünf Jahre rechnet. Der Baukasten ist der Weg mit der kleineren ersten Rechnung. Billiger ist er deswegen nicht automatisch. Was eine Website insgesamt kostet, steht ausführlich in meinem Beitrag zu den Webdesign-Kosten im Vergleich.

Der Wechsel vom Baukasten: warum er kein Umzug ist

Ein Wechsel vom Baukasten zu WordPress ist kein Umzug, sondern ein Neubau. Domain und E-Mail-Postfächer werden übertragen, Texte und Bilder nehmen Sie mit. Das Design gehört technisch zum Anbieter und lässt sich nicht exportieren. Rechnen Sie deshalb mit den Kosten eines neuen Projekts und nicht mit ein paar Stunden Übertragungsarbeit.

Um dieses Thema halten sich zwei Gerüchte, und beide stimmen nicht.

Das erste sagt, beim Wechsel ginge alles verloren. Das stimmt nicht. Domain und E-Mail-Postfächer werden übertragen, das ist Routine und dauert wenige Tage. Ihre Texte und Bilder haben Sie ja, die kommen mit.

Das zweite sagt, man könne eine Baukasten-Seite einfach „umziehen". Das stimmt auch nicht. Das Design gehört zum Anbieter und kommt nicht mit. In der Praxis wird die Website deshalb neu gebaut.

Das klingt nach mehr Aufwand, als es ist. Ich baue die neue Website parallel auf, während die alte online bleibt. Erst wenn alles steht, wird die Domain umgeschaltet. Diese Umschaltung dauert weniger als einen Arbeitstag. Das ist der einzige Moment, in dem überhaupt etwas passieren kann, und er ist kurz.

MP-Webdesign hat zwanzig Firmen von einem Baukasten zu WordPress begleitet. Verloren gegangen ist dabei nichts, weil nichts migriert wird.

Zwei Punkte entscheiden trotzdem über Erfolg oder Ärger. Erstens die Seitenstruktur: Fällt eine alte Adresse weg, muss sie per 301 auf die neue zeigen. Sonst verlieren Sie Rankings, die Sie sich über Jahre erarbeitet haben. Das ist der einzige Punkt, an dem beim Wechsel tatsächlich etwas kaputtgehen kann, und er ist vermeidbar. Zweitens der Zeitpunkt der Kündigung: Kündigen Sie den Baukasten-Vertrag erst, wenn die neue Website live ist. Den Auth-Code für die Domain müssen Sie beim Anbieter anfordern, das dauert ein paar Tage.

Sie überlegen zu wechseln? Schicken Sie mir die Adresse Ihrer jetzigen Website. Ich schaue sie mir an und sage Ihnen, was ein Wechsel in Ihrem Fall bedeuten würde. Auch dann, wenn sich der Aufwand aus meiner Sicht nicht lohnt. Website vom Baukasten zu WordPress wechseln

Wenn Sie konkret bei Jimdo sitzen, steht der ausführliche Systemvergleich mit Kosten und Grenzen hier: WordPress oder Jimdo im Vergleich.

Was ein Webdesigner zusätzlich liefert

Er liefert vor allem Entscheidungen. Die Gestaltung ist der kleinere Teil der Arbeit, auch wenn sie das Sichtbare ist.

Ein Baukasten fragt Sie, welche Vorlage Ihnen gefällt. Ich frage Sie, wen Sie erreichen wollen und was dieser Mensch auf der Seite tun soll. Daraus ergibt sich die Struktur, und erst daraus das Design. Beim ersten Entwurf sieht man diesen Unterschied nicht. Nach einem halben Jahr an den Anfragen schon.

Dazu kommt das, was nach dem Livegang passiert. Updates, Sicherungen, Wartung, Änderungen im nächsten Jahr. Wer die Seite gebaut hat, kann sie auch reparieren.

Genauso wichtig ist, was nicht dabei ist.

Texte kommen von Ihnen, oder sie kosten extra. Bilder ebenso. Freigaben und Rückmeldungen müssen Sie selbst geben, und zwar zeitnah. In der Praxis ist das der häufigste Grund, warum Website-Projekte sich verzögern. Bei einer Gesamtdauer von sechs bis zwölf Wochen entfallen zwei bis acht Wochen allein auf die Inhaltsphase. Nicht weil das Schreiben so lange dauert, sondern weil es im Tagesgeschäft liegen bleibt.

Wenn Sie das vorher wissen, planen Sie anders. Deshalb steht es hier.

Was eine Stunde beim Webdesigner kostet

Die Spannen sind groß, und sie folgen der Erfahrung, nicht der Firmengröße.

AnbietertypStundensatz netto
Junior-Freelancer40 bis 60 Euro
Erfahrener Freelancer60 bis 100 Euro
Senior oder Spezialist100 bis 150 Euro
Agentur100 bis 200 Euro
Baukasten-Supportim Abo enthalten

Marktübliche Werte, Stand August 2026. Bei MP-Webdesign liegen die Sätze je nach Aufgabe zwischen 75 und 150 Euro netto.

Bei Agenturen liegt der Satz höher, weil Urlaub, Krankheit und Vertretung mitbezahlt werden. Ob Ihnen das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, wie schlimm es wäre, wenn Ihre Seite drei Wochen liegen bleibt.

Woran Sie einen guten Webdesigner erkennen

An den Fragen, die er Ihnen stellt, bevor er über Preise redet.

Wer im Erstgespräch nicht wissen will, wer Ihre Kunden sind und was die Seite erreichen soll, verkauft Ihnen ein Layout. Das ist die kürzeste Prüfung, die es gibt, und sie kostet Sie nichts.

Fünf Fragen für das Erstgespräch

1. Wem gehören Design und Quellcode, wenn wir fertig sind?
Ohne schriftlich eingeräumte Nutzungsrechte ist unklar, ob ein anderer Dienstleister später überhaupt daran arbeiten darf. Geregelt ist das in § 31 des Urheberrechtsgesetzes. Eine gute Antwort sagt Ihnen konkret, was übertragen wird, und wo das festgehalten ist.

2. Auf wen läuft die Domain, und wer hat welche Zugänge?
Hier gibt es nicht die eine richtige Antwort, aber es muss eine klare geben. Wichtig ist nur, dass Sie wissen, was wo liegt, und dass Sie jederzeit herankommen.

3. Wer macht Updates, und was passiert bei einem Ausfall?
WordPress-Seiten brauchen regelmäßige Updates. Ohne feste Zuständigkeit werden sie binnen eines Jahres zum Sicherheitsproblem. Sie wollen hier ein Wartungsangebot mit Reaktionszeit hören und kein „melden Sie sich einfach".

4. Was ist nicht im Preis?
Texte, Fotos, Bildlizenzen und Übersetzungen tauchen sonst erst in der Schlussrechnung auf. Wer darauf keine Liste parat hat, hat sich die Frage selbst noch nicht gestellt.

5. Womit bauen Sie, und wer könnte das später übernehmen?
Ein selbst gebautes System bindet Sie an einen einzigen Menschen. Bei WordPress, TYPO3 oder Webflow finden Sie im Zweifel jemand anderen. Wichtig ist weniger, welches System es wird, als ob die Wahl begründet ist.

Wem gehört die Website am Ende?

Die Frage stellt fast niemand vor dem Auftrag. Danach kommt sie regelmäßig.

Wie wir das handhaben, hängt vom Kunden ab, und zwar bewusst. Es gibt Projekte, bei denen bei uns alles zusammenläuft: Hosting, Datenbank, E-Mail-Verwaltung, Domain. Und es gibt Kunden, die sämtliche Zugänge selbst haben und uns nur dazuholen, wenn etwas ansteht. Beides funktioniert. Die Frage dahinter ist nicht technisch, sondern praktisch: Wie viel wollen Sie abgeben, und wie viel Zeit haben Sie, sich damit zu beschäftigen.

Eines gilt unabhängig davon. Wenn ein Kunde gehen möchte, bekommt er selbstverständlich alle Daten und Zugänge. Domain und E-Mail-Postfächer werden übertragen, die Inhalte werden übergeben.

Fragen Sie das bei jedem Angebot ab, das Sie einholen. Nicht weil es oft schiefgeht, sondern weil die Antwort viel darüber sagt, wie jemand arbeitet.

Was nach dem Livegang passiert

Eine Website ist an dem Tag fertig, an dem sie online geht, und ab dem nächsten Tag veraltet sie.

Konkret heißt das: Updates für das System und die Erweiterungen, regelmäßige Sicherungen, ein Blick auf die Ladezeit, und irgendwann eine neue Unterseite. Wer das übernimmt, gehört ins Angebot und nicht in ein späteres Gespräch. Wie das bei mir läuft, steht auf der Seite zur Website-Betreuung und WordPress-Wartung.

Wenn Sie Inhalte selbst pflegen wollen, bekommen Sie bei uns Zugang zu unserem Kundenportal. Dort ist Schritt für Schritt gezeigt, wie Sie Texte ändern, Bilder austauschen und neue Seiten anlegen. Damit sind Sie für die alltäglichen Änderungen unabhängig, ohne für jede Kleinigkeit anrufen zu müssen.

Drei Warnsignale

Kein Impressum und keine erreichbaren Referenzen auf der eigenen Seite. Wer selbst nicht sauber auftritt, baut Ihnen auch nichts Sauberes.

Ein Festpreis ohne Briefing. Wer Ihnen eine Zahl nennt, bevor er weiß, wie viele Seiten es werden, rät. Später wird nachverhandelt, und zwar nicht zu Ihren Gunsten.

Niemand fragt nach Zielgruppe und Ziel. Dann bekommen Sie eine hübsche Seite, über die nichts hereinkommt.

Freelancer, Agentur oder Baukasten-Support?

Ein Freelancer ist günstiger und schneller erreichbar, fällt aber bei Urlaub und Krankheit aus. Eine Agentur kostet mehr und fängt genau das ab. Der Support eines Baukastens hilft Ihnen beim Bedienen des Werkzeugs, nicht bei der Frage, ob Ihre Seite gut ist.

Für kleine Projekte bis etwa 5.000 Euro ist ein erfahrener Freelancer meistens die bessere Wahl. Ab da wird die Vertretungsfrage wichtiger.

Zwei Fälle aus der Praxis

Statt allgemeiner Empfehlungen zwei Anfragen, an die ich mich erinnere.

Die Kundin, der ich abgeraten habe. Sie wollte ihr Geschäft noch zwei bis drei Jahre führen und dann aufhören. Neue Kunden brauchte sie nicht, der Laden lief. Was sie wollte, war jemand, den sie anrufen kann, wenn ein Bild oder ein Text getauscht werden muss. Für diesen Fall wäre eine neue Website Geldverschwendung gewesen. Wir haben es bei der bestehenden Lösung belassen und nur die Betreuung geregelt. Nicht alles ist ein Nagel, bloß weil man einen Hammer hat.

Der Kunde, der es zu lange selbst versucht hat. Er hat die Seite abends und am Wochenende gebaut, über Monate. Ergebnisse kamen keine, dafür blieben Freunde und Familie liegen. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem der Aufwand in keinem Verhältnis mehr stand. Ein Webdesigner hat zehn Jahre Erfahrung und mehr. Zu glauben, dass man das in ein paar Wochen aufholt, ist ein Irrtum. Auch mit KI-Werkzeugen.

Webdesigner oder Baukasten: der Vergleich auf einen Blick

Wenn Sie sich in einer der Zeilen wiederfinden, haben Sie Ihre Antwort.

Ihre AusgangslageWas ich empfehlen würde
Eine Seite, Kontaktdaten, Sie sind über Empfehlungen gut ausgelastetBaukasten
Verein oder Nebenprojekt, jemand pflegt es freiwilligBaukasten
Sie wollen eine Idee testen und in vier Wochen wissen, ob Anfragen kommenBaukasten
Ihr Geschäft läuft und Sie brauchen nur jemanden für kleine ÄnderungenBetreuung, keine neue Website
Die Website soll neue Kunden über Google bringenWebdesigner
Buchung, Shop oder Schnittstelle zu einem anderen System nötigWebdesigner
Verbraucher können bei Ihnen online bestellen oder buchen, und Sie haben mehr als 9 Beschäftigte oder über 2 Millionen Euro UmsatzWebdesigner, dann greift das BFSG
Reine Imageseite ohne Bestellung oder BuchungBarrierefreiheit ist sinnvoll, das BFSG greift hier aber nicht
Sie haben eine Baukasten-Seite und kommen bei Google nicht voranNeubau einplanen, nicht flicken
Sie könnten selbst bauen, haben aber keine Zeit dafürEhrlich sein und abgeben

Häufige Fragen

Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?

Übliche Stundensätze in Deutschland liegen zwischen 40 und 200 Euro netto. Ein Junior-Freelancer nimmt 40 bis 60 Euro, ein erfahrener Freelancer 60 bis 100 Euro, eine Agentur 100 bis 200 Euro. Bei MP-Webdesign liegen die Sätze je nach Aufgabe zwischen 75 und 150 Euro netto.

Welche Website-Anbieter sind im Vergleich am besten?

Im Baukasten-Test 2026 von Für-Gründer liegen IONOS (Note 1,6), STRATO (1,7) und Hostinger (1,8) vorn, getestet wurden 13 Anbieter. Diese Noten bewerten Baukästen untereinander. Sie sagen nichts darüber, ob ein Baukasten für Ihr Vorhaben der richtige Weg ist.

Kann ich meine Baukasten-Website später zu WordPress umziehen?

Sie können wechseln, aber es ist kein Umzug im technischen Sinn. Domain und E-Mail-Postfächer werden übertragen, Texte und Bilder nehmen Sie mit. Das Design lässt sich nicht exportieren, die Website wird deshalb neu gebaut. Rechnen Sie also mit den Kosten eines neuen Projekts und nicht mit ein paar Stunden Übertragungsarbeit.

Was passiert mit meiner Baukasten-Website, wenn ich den Vertrag kündige?

Die Website geht offline, je nach Anbieter sofort oder zum Vertragsende. Danach sind die Inhalte nicht mehr abrufbar, auch nicht für Sie. Die Domain können Sie in der Regel mitnehmen, dafür brauchen Sie einen Auth-Code vom Anbieter, was ein paar Tage dauert. E-Mail-Postfächer, die beim Baukasten liegen, müssen Sie vorher sichern. Kündigen Sie deshalb erst, wenn die neue Website live ist.

Gehört mir die Website, die ein Webdesigner erstellt?

Nutzungsrechte an Design und Quellcode müssen nach § 31 UrhG ausdrücklich eingeräumt werden, deshalb sollten Sie vor Auftragserteilung danach fragen. Genauso wichtig ist die praktische Seite: Wer hat die Zugänge zu Domain, Hosting und Datenbank, und bekommen Sie alles heraus, wenn Sie den Dienstleister wechseln? Bei uns ist das der Fall, unabhängig davon, wer die Zugänge im laufenden Betrieb verwaltet.

Freelancer oder Agentur, was ist besser für kleine Projekte?

Bei Projekten bis etwa 5.000 Euro ist ein erfahrener Freelancer meistens die bessere Wahl: kürzere Wege, niedrigerer Stundensatz, direkter Draht zu der Person, die tatsächlich baut. Ab größeren Vorhaben mit mehreren Gewerken wiegt die Vertretungssicherheit einer Agentur schwerer.

Wie lange dauert die Erstellung?

Für eine Firmenwebsite mit vier bis zehn Seiten sind sechs bis zwölf Wochen realistisch. Die Technik ist selten der Engpass. Zwei bis acht Wochen davon entfallen auf Texte, Bilder und Freigaben, also auf Zuarbeit aus Ihrem Haus.

Kann ich die Website später selbst pflegen?

Ja, bei WordPress ist das der Normalfall. Texte ändern, Bilder tauschen und neue Seiten anlegen lernen Sie in ein bis zwei Stunden. Wir zeigen es Schritt für Schritt in unserem Kundenportal. Bei Änderungen an Struktur oder Technik ist es meistens schneller, kurz anzurufen.

Was ist der Unterschied zwischen Wix, Jimdo und WordPress?

Wix und Jimdo sind Baukästen: Sie mieten Software und Hosting beim Anbieter und arbeiten in dessen Editor. WordPress ist ein freies Content-Management-System, das auf Ihrem eigenen Hosting läuft und sich beliebig erweitern lässt. Die Baukästen sind schneller im Start, WordPress ist offener und langfristig unabhängiger. Den direkten Vergleich habe ich im CMS-Vergleich WordPress oder Jimdo aufgeschrieben.

Nächster Schritt

Baukästen taugen etwas. Sie sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden, und ich sehe keinen Grund, das kleinzureden. Es kommt darauf an, was Ihre Website leisten soll. Soll sie da sein, damit man Sie findet, dann reicht ein Baukasten. Soll sie Kunden bringen, wird es aufwendiger, als es aussieht. Für den ersten Fall brauchen Sie mich nicht.

Wenn Sie unsicher sind, welcher Fall auf Sie zutrifft: Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Ich sage Ihnen auch, wenn ein Baukasten reicht. Oder Sie sehen sich direkt an, wie wir Projekte aufsetzen, auf der Seite zum Thema Website erstellen lassen.

Quellen: web.dev, Core Web Vitals · § 31 UrhG. Angaben geprüft am 4. September 2026.